Die Geschichte:
1956: Ausläser der Entwicklung des Minis war ein Mann, der mit Autos eigentlich gar nichts am Hut hatte - Gamal Abd el-Nasser, damaliger Staatspräsident von Ägypten. Durch die Sperrung der Suez-Kanalzone schoss der Öl- und Benzinpreis für einige Monate in die Höhe.
Als Folge dessen überlegte man, wie man spritsparender mit dem Auto unterwegs sein könnte – die Idee eines sehr kleinen Fahrzeugs war geboren.
Der Chef der British Motor Corporation (BMC) Leonard Lord erteilte Alexander Arnold Constantine (Alec) Issigonis den Auftrag, einen „richtigen“ Kleinwagen zu konstruieren. Sein Vision war es, ein möglichst kleines Auto für bis zu vier Personen zu bauen, was wenig verbraucht und darüber hinaus noch relativ komfortabel ist. Mit dem Mini hat er genau diese Vision erfolgreich in die Tat umgesetzt.
Die Mini-Modelle in der Übersicht:
Mini (1959 – 2000):
Der Mini wurde erstmals 1959 auf den Markt gebracht. Mit einer Länge von nur gut drei Meter zählte der Mini zu einem der kleinsten Fahrzeuge der Welt. Das Besondere an seiner Konstruktion war die Einbauweise des Frontmotors - dieser wurde nicht wie üblich längs, sondern quer eingebaut und direkt am Getriebe angeflanscht. Dadurch wurde viel Bauraum gesparrt, was sich in der geringen Länge von nur wenigen Meter widerspiegelte. Anfang der 60er Jahre kam schliesslich der Mini Cooper auf den Markt, welcher einen grösseren Hubraum (997 cm³) sowie mehr PS besass (55). In der sportlichsten Ausstattung (Mini Cooper S) kam der kleine Brite auf eine Leistung von 70 PS bei 1,1 Liter Hubraum.
Heutzutage sind die alten Mini-Modelle als Occasionen besonders gefragt, in der Schweiz sind die Varianten recht günstig zu kaufen.
Mini Cooper (2001 – 2006):
Unter der Regie von BMW entstand Anfang 2001 die Neuauflage des Mini. Im Vordergrund stand, wie schon bei der alten Occasion, das Konzept: leicht, klein und wendig und sparsam.
Die Retro-Optik des Mini Cooper schlug ein wie eine Bombe, lediglich anfängliche Zuverlässigkeitsprobleme minderten den Verkauf. Nachdem diese behoben wurden, führte der Mini Cooper zeitweise sogar die Pannenstatistik an.
Insbesondere das Fahrverhalten á la Go-Kart gefiel; bei den Motoren standen Aggregate von 66 bis 154 kW (Ottomotoren) zur Verfügung. Wer lieber einen Diesel bevorzugte, der konnte von 55 bis 65 kW wählen.
Die stärkste Version (John Cooper Works) mobilisierte insgesamt 211 Pferdestärken. Damit ging es in 6.5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch lag mit 7,1 Liter vergleichsweise niedrig. Zu den optischen Unterschieden gegenüber der Standard-Version zählten eine Lufthutze auf der Motorhaube, 17-Zöller sowie eine Tieferlegung um wenige Zentimeter.
Mit dem Cooper S JCW (John-Cooper-Works) GP-Kit verschärfte Mini die eh schon leistungsstarke JCW-Edition um 7 PS auf nun 218 Pferdestärken unter der Haube. Neben speziellen Recaro-Sportsitzen, Carbonspoiler und einen geschlossenen Unterboden zeichnete sich diese Variante auch durch besondere Felgen sowie andere Seitenschweller aus.
Mini Cooper Clubman (seit 2007):
Der Clubman stellt die Kombi-Version vom Mini Cooper dar. In der Länge wuchs der Kleinwagen um 24 cm, der Radstand legte um acht Zentimeter zu. Dadurch erhöht sich das Stauvolumen auf 260 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank sind sogar bis zu 930 Liter Gepäckvolumen möglich. Zum Vergleich: Die Limousine kommt auf 160 respektive 680 Liter.
Das Highlight ist jedoch zweifelsohne die sog. Clubdoor auf der Beifahrerseite, welche den Einstieg in den Fond erheblich erleichtert. Sie besteht aus zwei Türen, die gegenläufig aufschwingen.
In der Sport-Version kommt der Clubman S auf eine Motorleistung von 184 PS. Den Sprint auf 100 Stundenkilometer schafft der Clubman S in 7,5 Sekunden.
Mini Countryman:
Seit 2010 wird der Countryman produziert. Der Countryman basiert auf dem Mini, ist allerdings etwas höher. Der Countryman bietet Platz für bis zu fünf Personen. Im über vier Meter langen Countryman gibt es sogar die Möglichkeit, einen Allradantrieb zu ordern.
Bei den Motorisierungen hat man im Countryman eine grosse Auswahl – von 90 PS bis hin zu 184 PS ist alles möglich.
Mini E (seit 2009):
E steht hier für Elektro – dabei leistet der E-Motor 204 PS. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Mini in 8,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt.
Durch die 48 Module der Lithium-Ionen-Akkus fällt das Kofferraumvolumen beträchtlich kleiner aus, die Rücksitzbank wird zudem komplett durch die Akkus belegt. Die Reichweite beträgt um die 200 bis 250 km – bei längeren Bergfahrten, wie z.B. in der Schweiz, liegt die maximale Reichweite natürlich deutlich darunter.
Mini Occasionen in der Schweiz:
Occasionen von Mini-Modellen sind heute sehr populär. Die Occasionen werden zum Teil auch bei Rennen in der Schweiz eingesetzt. Dadurch kann an einer Occasion natürlich viel beschädigt werden.
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