Fahrbericht Hyundai ix35

Hyundai ix35 Fahrbericht

"Seriös und erwachsen"

Verena ist Online Marketing Manager von autoricardo.ch. Normalerweise mit dem Roller auf dem Weg zur Arbeit, fährt sie zur Abwechslung daher gerne auch mal ein Auto zur Probe und berichtet hier über ihre Eindrücke dabei. Fahrzeuge: Ford Fiesta (1997), Honda SES 125 Dylan Repsol Valentino Rossi Edition (2003).


 

Nein, mit „seriös und erwachsen“ meine ich bestimmt nicht mich, sondern die Zielgruppe für den Hyundai ix35. Zumindest fühlte ich mich nach dem Einsteigen gleich 10 Jahre älter. Ein hohes, aufrechtes Sitzen, den Arm auf die breite Lehne gestützt, passende Lenkradhöhe - ergonomisch sehr korrekt. Dasselbe Gefühl beim Fahren. Das Auto tut und bietet, was es soll: gute Technik, viele Features, einfach ein angenehmes Fahren. Nur die eingeschränkte Sicht nach links beim Kurvenfahren störte mich etwas, was aber wohl Gewöhnungssache ist. Bei erhöhter Geschwindigkeit blieb der Hyundai ix35 geräuscharm - mit Ausnahme des Regenfalls auf das Glasdach.

 

Beim Rumkurven auf dem verschneiten Parkplatz gab es keinen Moment, in welchem ich mich unsicher fühlen musste. Vermutlich hat sich der ix dort ja auch am wohlsten gefühlt... Kurz auf den Beifahrersitz gewechselt, wurde mir bewusst, dass es das ideale Auto für Paare ist. Denn Frau sieht die Nadel durch den vertieften Tacho nur bis zu 60km/h, so dass es zu keinem „Schatz, du fährst viel zu schnell“ – Streit kommen kann. :) Ein grosses „Like“ ist die Lenkradheizung, welche mich dazu brachte, ausnahmsweise fahrlehrergerecht mit zwei festen Händen am Steuer zu fahren.

 

Fazit: Für mich ist der Hyundai ix35 für ein seriöses, erwachsenes Zweckfahren, jedoch ohne jeglichen Spassfaktor. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, daher für jeden zu empfehlen, der einen Kompakt-SUV sucht.

 

"Ein rationales, gutes Familienauto"

Marcel ist Managing Director von autoricardo.ch und auch neben der Arbeit dem Automobil eng verbunden - der Familienvater und Fan französischen Fahrkomforts holt daher gerne seinen Oldtimer aus der Garage. Fahrzeuge: Citroën CX 2.4 (1978), Citroën C5 V6 Break (2007), Saab 9-3 Turbo Cabriolet (2000) & Citroën C5 V6 HDi (2008).

 

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mir hat sich der Sinn von SUVs noch immer nicht ganz erschlossen, und das Design des Hyundai ix35 gefällt mir nicht sonderlich gut. Aber: Design ist ja bekanntlich Geschmackssache, die Verkäufe von Kompakt-SUVs boomen und auf meiner ersten halben Stunde Autobahnfahrt mit dem Hyundai sind mir gleich fünf weitere ix35 begegnet. An dem Auto muss also etwas dran sein, und ich nehme mir vor, ihm unvoreingenommen zu begegnen. So besinne ich mich darauf, was diese Gattung Auto so beliebt macht: Hohe Sitzposition, Allradantrieb, geräumiges Interieur, kraftvoller Dieselmotor – alles da. Dazu verwöhnt der ix35 aber mit einer wirklich kompletten Ausstattung zu einem mehr als fairen Preis.

 

Die Hauptzielgruppe von Kompakt-SUVs sind Familien. Also holte ich meine beiden Kinder in die Garage, um mir mit ihrem fachmännischen Urteil bei der Bewertung des Hyundai ix35 zu helfen. Meine vierjährige Tochter beschwerte sich zwar erst, weil sie fast nicht ins hohe Auto klettern konnte, war dann aber vom Panoramadach begeistert. Mein sechsjähriger Sohn wagte sich auf meinem Schoss auf eine kurze Testfahrt (natürlich auf der Privatstrasse) und schaffte es dank der Rückfahrkamera sogar, den ix35 rückwärts zurück in die Garage zu lenken. Und so lautet mein Fazit, dass es der ix35 zwar nicht geschafft hat, mein Herz zu erobern, aber rein rationell gesehen macht er alles richtig, und er begeistert die Kids.

 

Das gefällt mir: Geräumiges Interieur, viele Ablagen, kraftvoller Motor, sehr komplette Ausstattung, Preis
Das gefällt mir weniger: Brummiger Motor, Windgeräusche bei hoher Geschwindigkeit, stössiges Fahrwerk

„Vollgepackt mit Goodies“

Manu ist Content Manager bei autoricardo.ch, erstellt Mailings und Landing Pages und vermarktet autoricardo intern. In der Freizeit geniesst er die Familie, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d Touring (2007), BMW F 800 GS (2008).

 

Kaum habe ich das Fahrzeug abgeholt, fahre ich gleich wieder in die nächste Tiefgarage. Wegen der ungewohnten Übersichtlichkeit klettert dort auch schon in der ersten Kurve das Vorderrad einen Randstein hoch - ups… also Halt, retour dank Rückfahrkamera, etwas weiter ausholen, und besser aufpassen! Und so fällt mir wieder ein, warum paradoxerweise in den Städten die Dichte an SUVs so hoch ist: Man kann damit so schön über Bordsteine und Parkplatzbegrenzungen rollen, ohne gross etwas zu merken. Und ich gebe zu, die erhöhte Sitzposition ist auf der Autobahn ein Vorteil, weil man weit vorausschauen kann. Nachdem nun aber gefühlt jeder Dritte einen SUV sein eigen nennen will, ist auch dieser Vorteil dahin. Ich will dem Fahrzeug aber nicht seine Bestimmung vorwerfen – er macht seine Sache gut und ich freue mich beim ersten Schnee über die zuschaltbare Differenzialsperre, obschon ich sie in der Stadt nicht brauche, da ich brav auf der Strasse bleibe. Doch der weisse Zugerberg sieht schon sehr verlockend aus. So schalte ich einfach die Sitz- und Lenkradheizung ein und freue mich über die ersten Flocken des Jahres. Auf dem Weg zur Autobahn schneidet der Passat-Fahrer neben mir jedoch die Kurve und mir damit den Weg ab. Das Betätigen der Hupe erinnert hingegen eher an den Twingo im letzten Fahrbericht, weshalb ich besser auf die Bremse trete. Das war knapp…

 

Die überdurchschnittliche Ausstattung macht mir als Technikfan natürlich Freude. So lässt sich auch die Lenkung in 3 Modi einstellen: Normal, Comfort und Sport. Letzterer gefällt mit deutlich spürbarer Verhärtung, was sich natürlicher anfühlt als die anderen und so gleich immer drin bleibt. Und schon wird es mir zu heiss, beide Heizungen wieder raus, schon besser. Fast etwas zu effizient für meinen Geschmack, aber vielleicht ist ein Winter in Seoul ja auch etwas härter als in Zentraleuropa. Allerdings ist das Auto ein komplett europäisches Produkt: Entworfen in Deutschland, gezeichnet von Thomas Bürkle, gebaut im tschechischen Nosovice. Damit erklären sich auch seine gefälligen Linien, nach einigen experimentell-wilden Jahren scheint Hyundai seine eigene Linie nun gefunden zu haben. Und auch in Sachen Garantie wurde nachgelegt: 5 Jahre Werksgarantie ohne Kilometerbegrenzung sind ein Wort! So bleibt mir abschliessend noch die Schilderung des Fahreindrucks: Die städtischen Bodenwellen werden gut weggebügelt, deutlich besser als ich es gewohnt bin. Daumen hoch auch für den durchzugsstarken Dieselmotor. Das stattliche Gewicht wird mir aber auf der Waage der Kehrichtverbrennungsanlage vor Augen geführt: über 1800 kg sind ein stolzer Wert, der vom Allradantrieb mit Dieselmotor kommen mag, durch die erwähnt komplette Ausstattung aber erklärbar ist.

 

Fazit: Familientauglich, super Ausstattung, fairer Preis und modern - perfekt für die heutige Zeit.

 

"Besser als Siri"

Michael arbeitet als Product Manager bei autoricardo.ch im Segment B2B. In seiner Freizeit bringt er seine Boliden gerne ans Limit. Beim Driften und organisieren von Motosport Events schaltet er vom Alltag ab, frei nach dem Motto „Quer erlebste mehr!“. Fahrzeuge: Nissan 300 ZX TwinTurbo (1991), Audi A8 V8 TDI (2011).


 

Autos aus Korea konnten bislang bei mir nicht so richtig punkten. Der ix35 jedoch ist für seine Preisklasse sehr umfangreich ausgestattet, und es fehlt an nichts: Sitzheizung hinten, Panoramaschiebedach, Sprachsteuerung, Lenkradheizung und vieles mehr. Die Gadgets funktionieren einwandfrei, jedoch ist die Verarbeitung etwas, na ja, ungewohnt. Die Nähte am Schiebedach sind nicht sauber gelegt, und Plastik findet sich überall - dafür ist dies jedoch auch sehr pflegeleicht. Was auch auffällt, ist, dass ein Designer sich im Innenraum austoben konnte, was leider etwas zu Lasten der Benutzerfreundlichkeit geht. So sind die Knöpfe für die Heizung der Frontscheibe und für diejenige der Heckscheibe an ganz anderen Orten zu finden und wirkt deshalb etwas verstreut.


Positiv fällt hingegen die Wendigkeit und der sehr spritzige Motor auf und sorgen so für viel Fahrspass. Als Familienauto ideal geeignet, ist der ix35 etwas knapp geschnitten, wenn man über 1.90m gross ist, dann wirds eng mit der Kopffreiheit vorne und hinten, was auch am Panoramadach liegt. Wirklich überzeugen konnte mich jedoch die Sprachsteuerung - dort, wo deutsche Wagen uns Schweizer oft einfach nicht verstehen wollen, entschlüsselt der ix35 sogar Berndeutsch - wirklich beeindruckend!


Fazit: Ein spritziger Kompakt-SUV, der mit Gadgets überzeugt, jedoch bei der Verarbeitung im Detail etwas strauchelt.

 

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