Fahrbericht Land Rover Discovery

Land Rover Discovery Sport Fahrbericht

"Kompaktes Platzwunder"

Verena ist Online Marketing Manager von autoricardo.ch. Normalerweise mit dem Roller auf dem Weg zur Arbeit, fährt sie zur Abwechslung daher gerne auch mal ein Auto zur Probe und berichtet hier über ihre Eindrücke dabei. Fahrzeug: Ford Fiesta (1997), Honda SES 125 Dylan Repsol Valentino Rossi Edition (2003).

 


Der Land Rover ist perfekt für die Familienausfahrt ins Grüne. Mit Baby im Arm und der Tasche in der Hand, kann die Mutter per Knopfdruck die elektrische Heckklappe öffnen, während der Vater sogleich das Gepäck im Land Rover verstaut. Die zwei jüngeren Kinder passen in die dritte Sitzreihe. Dort drücken nämlich bei Grossgewachsenen die Lehnen in den Rücken, und zudem sollte man yogatauglich sein, um ohne Mühe wieder rauskriechen zu können. Meine Beine hatten erstaunlicherweise aber gut Platz und es gibt sogar zwei extra Getränkehalter. In der Mitte nehmen die älteren Kinder Platz und haben da viel Freiraum, physisch wie auch optisch, durch das fantastisch grosszügige Panoramadach. Die Multimedia-Familie kann das Dach aber auch komplett abdunkeln und sich auf die Smartphones und Tablets konzentrieren, denn der Discovery bietet etliche USB-Anschlussmöglichkeiten. Top!

 

Der Fahrer geniesst eine sehr gute Sicht und hat alles unter Kontrolle dank einer überschaubaren Anzahl an Knöpfen. Anders ausgedrückt, könnte man für den Preis mehr Assistenzsysteme und Features erwarten, doch ist das Platzwunder erstens viel handlicher, als man vermutet, und zweitens bin ich wohl nicht in der Zielgruppe. Für mich braucht er zu lange, bis er im normalen Modus aus dem Stillstand in Schwung kommt und fährt sich teils nicht so geschmeidig. Er ist kein Städter. Nichtsdestotrotz, während die Familie abends wieder den Berg runter fährt, wird der entgegenkommende Fahrradfahrer ein paarmal geblendet durch die nervös reagierende Fernlichtautomatik. Der Fahrradfahrer flucht, doch die Familie hört gut gelaunt Musik und freut sich über die schöne Land Rover Ausfahrt.

 

"Schöne Schale - Grosszügiger Kern"

Marcel ist Managing Director von autoricardo.ch und auch neben der Arbeit dem Automobil eng verbunden - der Familienvater und Fan französischer Fahrzeuge holt daher gerne seinen Oldtimer aus der Garage. Fahrzeuge: Citroën CX 2.4 (1978), Citroën C5 V6 Break (2007), Saab 9-3 Turbo Cabriolet (2000) & Citroën C5 V6 HDi (2008).

 

 

Auf den Test des Discovery Sport habe ich mich gefreut wie noch selten. Sein klares, kräftiges und doch elegantes Design gefiel mir, seit ich die ersten Bilder von ihm sah. Aber kann er meine hohen Erwartungen erfüllen? Ja, er kann – und überraschte mich sogar noch.

 

Der Zusatz „Sport“ von Land Rover steht nämlich nicht nur da, weil es gut klingt. Man kann den neuen Discovery Sport buchstäblich beim Wort nehmen und sich an einem sehr agilen Fahrwerk und der direkten Lenkung erfreuen. Das macht in Verbindung mit dem kräftigen Turbodiesel auf kurvigen Strassen so richtig Spass. Die Kehrseite der Medaille: Gerade in Verbindung mit den grossen 19-Zoll Reifen ist der Discovery keine Sänfte und die Lenkung bisweilen sogar etwas nervös.

 

Die zweite Überraschung: Er ist kompakter als er aussieht, ohne wirklich klein zu sein, und bietet im Innenraum trotzdem noch mehr Platz, als man ihm zutrauen würde. Wie die bei Land Rover das hingekriegt haben, verdient Respekt: Vorne sitzt man erhaben, hinten kann man dank der längsverstellbaren Sitzbank fürstliche Beinfreiheit geniessen, und der Kofferraum ist ebenfalls sehr geräumig. Auf Wunsch kann man sogar noch eine dritte Sitzreihe ordern, die dann aber wirklich nur kleinen und gelenkigen Kindern zugemutet werden sollte. Ich selbst konnte mich nach einem Selbstversuch fast nicht mehr aus dem Discovery herausschälen.

 

Fazit: Nachdem der Range Rover Evoque so erfolgreich war, müsste der Discovery Sport also eigentlich noch einen draufsetzen können. Er sieht meiner Meinung nach mindestens so gut aus, ist viel praktischer und erst noch günstiger. Well done!

 

"Gross und mächtig – solche Autos liebe ich"

Martina ist neu dabei im Testteam und arbeitet als Kundendienstmitarbeiterin bei ricardo.ch. Sie ist meist mit ihrem Fiat unterwegs, fährt aber häufig und gerne auch mal andere Autos zur Probe. Fahrzeug: Fiat Punto Sporting (2012).


 

Das Design und die Farbe finde ich sehr elegant und überzeugen mich. Praktisch finde ich den grossen Laderaum, welcher für Familien mit Kindern perfekt ist, da bei Bedarf zwei zusätzliche Plätze im Kofferraum geschaffen werden können. Allerdings sind diese eher für Personen unter 1.60 m geeignet, wie z.B. für mich mit meinen 1.57 m. Was hier ein Vorteil ist, scheint gleichzeitig ein Nachteil beim Schliessen der elektrischen Heckklappe zu sein: Nur auf meinen Zehenspitzen schaffe ich es, den Knopf zu drücken, damit sich der Kofferraum automatisch schliesst. Natürlich hat Land Rover auch dieses Problem elegant gelöst, denn der Discovery Sport verfügt über eine elektrische Heckklappe mit Näherungssensoren. Sobald das System den Schlüssel erkennt, kann ich mit meinem Fuss unter dem Fahrzeugheck wippen und die Klappe öffnet oder schliesst sich automatisch.

 

Das Cockpit wirkt aufgeräumt und benutzerfreundlich und der Innenraum überrascht insgesamt mit einem schlichten und stylischen Design. Das Display ist für meinen Geschmack etwas zu klein,  entspricht aber wahrscheinlich dem Durchschnitt. Die Knöpfe für die elektrischen Fensterheber finde ich nicht ganz ideal platziert. Diese befinden sich nicht gleich neben der Türklinke, sondern weiter oben und zu weit vorne. Trotz der Grösse des SUVs habe ich eine sehr gute Rundumsicht, und das grosse Panorama-Dachfenster hat vor allem meine drei Mitfahrer beeindruckt. Schade nur, dass es nicht geöffnet werden kann.

 

Das Fahren mit dem Land Rover Discovery Sport macht Spass. Er fühlt sich angenehm an und liegt gut in der Kurve. Aus meiner Sicht ein tolles Auto. Ideal für Mama und Papa, welche nach wie vor Spass beim Fahren haben wollen und das nötige Kleingeld besitzen.

 

Michael: "Der praktischere Evoque!"

Michael arbeitet als Product Manager bei autoricardo.ch im Segment B2B. In seiner Freizeit bringt er seine Boliden gerne ans Limit. Beim Driften und organisieren von Motosport Events schaltet er vom Alltag ab, frei nach dem Motto „Quer erlebste mehr!“. Fahrzeuge: Nissan 300 ZX Twin Turbo (1991), Audi A8 V8 TDI (2011).


 

Der Discovery hat mich durch und durch überrascht, gar überzeugt. Es sind oft die kleinen Sachen, die man zwar nicht bewusst realisiert, jedoch sofort merkt, wenn sie fehlen. Ich möchte schon fast sagen, der Luxus des Discovery, usammen mit seiner Sportlichkeit macht richtig Spass. Mir gefällt nicht nur das elegante und durchdachte Äussere, sondern vor allem der Innenraum. Leder und poliertes Alu erregen immer meine Aufmerksamkeit, oft jedoch wird dies dann durch Plastik-Armaturen wieder zerstört. Nicht so beim Discovery. Es ist zwar viel Plastik vorhanden, jedoch wirkt es hochwertig und schmiegt sich super an die Lederausstattung an.

 

Das elegante Design zieht sich durch den ganzen Wagen, was leider ein paar Abstriche mit sich bringt. So sind meines Erachtens die Regler für die Klimaanlage zu wenig hervorstehend und schlecht greifbar. Ebenso sind die Knöpfe auf der rechten Seite des Navis zu weit weg. Die Fussablage ist zu kurz, mit Grösse 47 hab ich da einfach kein Platz. Dies ist zwar kein Designpatzer, aber dennoch nervig. Der spritzige Diesel Motor schiebt allerdings wunderbar an, trotz weichem Fahrwerkt krallt sich der kleine Discovery aber gut fest und so sind auch sehr zügige Bergfahrten kein Problem. Die Automatik schaltet sehr sauber und reagiert schnell auf gewünschte Gangwechsel: Top!

 

Fazit: Das ideale Adventure-Familienauto mit Überblick und Luxus, das sich definitiv nicht hinter dem Range Rover Evoque verstecken muss!

 

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