Fahrbericht Mazda MX-5

Mazda MX-5 Fahrbericht

"Der Miata in neuer Auflage"

Michael arbeitet als Product Manager bei autoricardo.ch im Segment B2B. In seiner Freizeit bringt er seine Boliden gerne ans Limit. Beim Driften und organisieren von Motosport Events schaltet er vom Alltag ab, frei nach dem Motto „Quer erlebste mehr!“. Fahrzeuge: Nissan 300 ZX TwinTurbo (1991), Audi A8 V8 TDI (2011).

 

 

Als Fan von japanischen Fahrzeugen, kenne ich den Mazda MX-5 als Miata (der MX-5 wird in Auto Foren oft Miata genannt, wird z.B. in den USA als Miata verkauft) und als Driftmachine für das kleine Portemonnaie. Nun, klein ist er und als Mensch mit 192cm Körpergrösse ist er leider nichts für mich, denn ich habe definitiv keinen Platz darin, jedoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen, diesen kleinen Boliden zu bewegen. Ein wahrer Genuss, das Getriebe ist knackig, kurze Schaltwege, giftiges Ansprechverhalten und ein schon fast vorlauter Motor.

 

Er fährt wie er aussieht, einsame Spitze. Das harte Fahrwerk wird nicht jedermanns Sache sein, doch es ist ein kleiner Sportler und was will man da mit dem schwammigem Quatsch? Dieses harte Fahrwerk, die Lenkung und der spritzige Motor lassen es zu, dass er dank dem ausgeschaltetem ESP schnell ausbricht und trotzdem wunderbar zu beherrschen ist, was ich so sonst nur vom Z33 Nissan kenne (350Z). Ein absolut gelungener Sportler für die kleine Tasche.

 

Fazit: Rennsemmel für Querformat, jedoch nur für Leute unter 175cm.

 

"Mir ist ein Auto gewachsen"

Marcel ist Managing Director von autoricardo.ch und auch neben der Arbeit dem Automobil eng verbunden - der Familienvater und Fan französischer Fahrzeuge holt daher gerne seinen Oldtimer aus der Garage. Fahrzeuge: Citroën CX 2.4 (1978), Citroën C5 V6 Break (2007), Saab 9-3 Turbo Cabriolet (2000) & Citroën C5 V6 HDi (2008).

 

 

Der erste Kontakt mit dem MX-5 ist schon mal überraschend positiv. Denn auf den Bildern gefiel mir das Design des Neuen nicht so recht. Zu zerklüftet, zu viele Linien, zu wenig harmonisch – doch wenn er so vor mir steht in seinem schlichten dunkelgrau bin ich schon wieder ziemlich versöhnt. So schlecht sieht er gar nicht aus. Was die Bilder auch nicht verraten: Mit 3.91m Länge ist der MX-5 noch kürzer als mancher Kleinwagen. Beim Einstieg verlangt er mir dann erst ein wenig Gelenkigkeit ab, doch wenn man mal sitzt, passt es ziemlich gut. Alles ist in Griffnähe – auch die Frontscheibe. Ich fühle mich richtig ins Auto integriert. Der Motor röhrt beim Start ein paar Sekunden schön unanständig. Klar, an einen 6- oder gar 8-Zylinder reicht die Klangkulisse nicht heran, doch er scheint sich auf die Ausfahrt zu freuen.

 

Dann geht’s los: Mit dem knackigen Schalthebel macht es einen riesen Spass die Gänge über die kurzen Wege zu sortieren. Man fragt sich, wieso heutzutage eigentlich alle auf Automatik umsteigen wollen. Der Anzug des MX-5 ist energisch: Das Leichtgewicht stürmt munter drauf los und wirft sich mit seinem Heckantrieb und dem knackigen Fahrwerk richtiggehend in die Kurven. Lenkung, Fahrwerk, Motor, Getriebe, alles harmoniert perfekt und ich als Fahrer bin fast intim integriert. So kann ich den MX-5 mit einer Präzision dirigieren, die sich anfühlt als wäre mir gerade selber ein Auto gewachsen. 

 

"Der kleine Freche"

Verena ist Online Marketing Manager von autoricardo.ch. Normalerweise mit dem Roller auf dem Weg zur Arbeit, fährt sie zur Abwechslung daher gerne auch mal ein Auto zur Probe und berichtet hier über ihre Eindrücke dabei. Fahrzeug: Ford Fiesta (1997), Honda SES 125 Dylan Repsol Valentino Rossi Edition (2003).

 

 

Wie sehr freute ich mich auf den neuen Mazda MX-5 und kroch zuerst auf den Beifahrersitz. Vergeblich suchte ich vor mir das Handschuhfach und auch der Sitz wollte keinen Zentimeter zurück rücken, da der Roadster wirklich sehr klein ist. Auf dem Fahrersitz kam die Freude dann jedoch sofort zurück, als ich den Startknopf drückte und der Motor wunderbar aufbrummte. Schnell und problemlos das Smartphone verbunden, wurde Zugriff auf Musik und Kontaktliste gewährt. Die Soundanlage liess dann aber schon zu wünschen übrig. Trotz der Sportlichkeit verfügt er über eine Start- Stop-Automatik für reduzierten Kraftstoffverbrauch. Das sogenannte i-Stop misst die Anhaltezeit und motiviert den Fahrer die Funktion zu aktivieren, indem er detaillierte Verbrauchsinfos anzeigt und man grüne Bäumchen sammeln kann.

 

Fürs Einparken rückwärts gibt es einen akustischen Abstandssensor. Hier wünschte ich mir eine Displayanzeige. Für das Ausparken ist ein Querverkehrswarner eingebaut, welcher durch einen Sensor am Stossfänger erkennt, ob ein Fahrzeug heran naht oder die Ausfahrt frei ist. Zudem ist auch ein Totwinkelwarner und ein Spurhalteassistent vorhanden. Da alles akustisch ertönt, ist jedoch manchmal nicht klar, was gerade am piepsen ist. Die ganze Bedienung erfolgt über Sprachsteuerung, Touchscreen oder durch den wirklich praktischen Multi Commander in der Mittelkonsole. Technisch ist der MX-5 also gut ausgestattet mit wenigen Mängeln. Sicher ist, der Kleine fährt und klingt ganz schön frech und kommt zu meinen Favoriten.

 

"Reduce to the MX-5!"

Manu ist Content Manager bei autoricardo.ch, erstellt Mailings und Landing Pages und vermarktet autoricardo intern. In der Freizeit geniesst er die Familie, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d touring (2008), BMW F 800 GS (2007).

 

 

Der MX-5 tritt ein schweres Erbe an: Dank seinen populären Vorgängern und dem unvergessenen Original mit Kultstatus, das 1989 die Neuinterpretation des Lotus Elan zelebrierte und das Roadstersegment wiedererweckte, sind die Erwartungen hoch. Doch beim ersten Anblick fällt vor allem das Design auf: Knackig aus allen Winkeln und so minimalistisch in den Abmessungen, dass die Ingenieure sich LED-Lichtern bedienen mussten, da ein normales Scheinwerfergehäuse keinen Platz fand.  Mazdas KODO Design in Reinkultur ist ein weiterer Beweis für den Design-Anpruch der Marke in jüngerer Zeit.

 

Richtig gut wird’s aber, wenn man die ersten Meter zurücklegt. Mazda hat das Möglichste getan, um das Fahrerlebnis von vor 25 Jahren wiederzuholen: Agilität über alles dank konsequentestem Leichtbau. Beispiel gefällig? Statt fünf Schrauben besitzt jedes Rad wieder nur deren vier, wie früher. Wann bin ich eigentlich das letzte Mal ein Auto von knapp einer Tonne Leergewicht gefahren? Fantastisch, wie der MX-5 sich ums Eck werfen lässt und genial wie das ESP dem geneigten Sportfahrer genügend Freiraum lässt, leicht in den Drift zu gehen – sofern er das denn will. Daher fährt sich das Auto auch so: Unkomfortabel sagen die verwöhnten Limousinenfahrer, fantastisch die Fans einer dynamischen Passfahrt. Ich zähle mich zu Letzteren. Daher gefällt mir der ehrlich röhrende, super direkt ansprechende Motor, die Lenkung wie im Gokart und das Dach, das mit einem Arm in 5 Sekunden offen ist: So muss es sein. Burabō Mazda – bitte mehr davon!

 

Fazit: Reduce to the max!

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