Peugeot 208 GT Line Fahrbericht

Peugeot 208 GT Line Fahrbericht

"Chic!"

Verena ist Online Marketing Manager von autoricardo.ch. Normalerweise mit dem Roller auf dem Weg zur Arbeit, fährt sie zur Abwechslung daher gerne auch mal ein Auto zur Probe und berichtet hier über ihre Eindrücke dabei. Fahrzeug: Ford Fiesta (1997), Honda SES 125 Dylan Repsol Valentino Rossi Edition (2003).


 

Die elektrischen Features des neuen Peugoet 208 GT Line sind überschaubar. Doch kann man einige Packages hinzu kaufen, wie z.B. das „Safe City“ für 300 CHF. Dieser Bremsassistent hilft, Auffahrunfälle bei Geschwindigkeiten bis 30km/h zu verhindern. Die Hardware ist in einem Kasten hinter dem Innenrückspiegel verpackt und sieht von aussen leider unschön aus.

 

Des Weiteren verfügte unser Testauto über das Package „Park Assist“ für 400 CHF, welches ein aktives Parksystsem mit Lenkautomatik, Einparkhilfe vorne und statisches Kurvenlicht bieten. Abgesehen von der Gangschaltung wurde das Lenkmanöver beim Einparkieren vollständig übernommen, hatte trotz meiner Anfängerkenntnisse auf Anhieb funktioniert und machte Spass. Beim Ausparkieren kam ich jedoch schon kurz ins Schwitzen. In der Front sind bei mehrmaligen Versuchen immer die roten Abstandswarnlinien aufgeblinkt. Man muss wohl erst manuell rückwärtsfahren und dann erst die Automatik einschalten. Die Frontscheibenwischer verfügen über einen Regensensor, welcher komischerweise immer erst aktiviert werden muss. Dieser reagiert aber dann sehr sensibel auf die Regenstärke.

 

Ein weiteres Plus ist der Pfeil neben der Ganganzeige, welcher aufleuchtet, wenn man zu hochtourig fährt. Da die Soundanlage aber nicht zu laut aufgedreht werden sollte, kann man auch gut auf den Motor hören. Die Bluetooth Verbindung und das Auffinden der POI im Navi war leider weniger verständlich, doch ansonsten funktioniert die Technik sehr gut und die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Wenn ich auch mehr High Tech bevorzuge, bin ich ganz zufrieden mit dem neuen 208.

 

"Knackig!"

Marcel ist Managing Director von autoricardo.ch und auch neben der Arbeit dem Automobil eng verbunden - der Familienvater und Fan französischer Fahrzeuge holt daher gerne seinen Oldtimer aus der Garage. Fahrzeuge: Citroën CX 2.4 (1978), Citroën C5 V6 Break (2007), Saab 9-3 Turbo Cabriolet (2000) & Citroën C5 V6 HDi (2008).


 

Das Peugeot-Design der letzten Jahre hat meiner Meinung nach einen riesen Sprung gemacht und bringt nun wieder schöne, elegante Autos hervor und nicht mehr diese automobilen Karikaturen mit den weit aufgerissenen Mäulern. Der kleine 208 darf sich da noch etwas mehr Extravaganzen erlauben und ist absolut gelungen. Das matte Grau des Testwagens mit den roten Akzenten lässt den 208 zusätzlich noch sportlich-cool erscheinen, wobei einem das mit der Zeit auch verleiden könnte.

 

Nie verleiden wird einem der kräftige 3-Zylinder Turbomotor, der mit seinen 110 PS den 208 nicht nur äusserst sportlich voranbringt, sondern darüber hinaus auch noch schön kernig klingt. Dazu passt auch das agile und trotzdem komfortable Fahrwerk. Der Innenraum ist schön eingerichtet, die Materialien sind für diese Fahrzeugklasse hochwertig und geschmackvoll zusammengestellt. Was mich persönlich weniger überzeugt, sind die hoch angelegten Armaturen, was wohl eine Alternative zum Head-Up Display sein soll. Mit etwas Probieren findet man zwar eine Position für Lenkrad und Sitze, welche es einem erlaubt, auch den Tacho zu sehen – doch einen wirklichen Vorteil aus der ungewohnten Anordnung sehe ich nicht. Gefallen haben mir hingegen wieder die reduzierten Bedienelemente und der gut erreichbare Touchscreen.

 

Wäre ich auf der Suche nach einem Kleinwagen, der Peugeot 208 GT Line käme definitive in die engere Auswahl, denn für CHF 21‘450.- (nach Abzug der aktuellen Prämien) bekommt man einen gut ausgestatteten Kleinwagen, der sportlichen Fahrspass bietet.

 

"Sport und günstig"

Manu ist Content Manager bei  autoricardo.ch, erstellt Mailings und Landing Pages und vermarktet autoricardo intern. In der Freizeit geniesst er die Familie, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d touring (2008), BMW F 800 GS (2007).

 

 

Der kleine Peugeot wurde uns in einer unüblichen Aufmachung überreicht: Für einmal war der Testwagen nicht in trendigem weiss oder elegantem schwarz, sondern grau matt lackiert. Das gibt ihm ein sehr gutes Aussehen auf den Weg und passt super zu den anderen Akzenten des Sportpakets GT Line. Badges auf den Flanken, schwarze Felgen mit roten Akzenten, vor allem aber der Detailreichtum im Innenraum macht Freude. Eine Art Wabenstruktur des Armaturenbretts im Carbon-Look lässt den Kleinwagen-Eindruck verschwinden und bringt mit den vielen Leder-Applikationen und roten Ziernähten viel Design und einen Hauch Luxus in die gute Stube. Das Dach ist zudem komplett verglast und hat eine rundumlaufende LED Leiste spendiert bekommen. Man fühlt sich also gut aufgehoben.

 

Der kleinzylindrige, aber drehfreudige und kernige Motor überzeugt durch sehr gutes Ansprechverhalten und suggeriert ein viel grössere Leistungsreserven, als da sind. Positiv, da der Verbrauch klein bleibt und schön, dass das Getriebe und die Lenkung anscheinend viel Abstimmungsarbeit erfahren haben. So fühlt sich das Gesamtpaket stimmig an und überzeugt. Da es sich um keine echte Sportversion handelt, ist er straff genug ausgelegt für die Bergstrecke und komfortabel für die Stadt, also ein gelungener Kompromiss. Warum das andere Hersteller so nicht hinbekommen, erstaunt mich immer wieder. Einzige Kritik ist das Navi, das alle wichtigen Funktionen bot, aber mich nicht zu einer bestimmten Tankstellenkette zu leiten vermochte, wie dies andere tun. Peanuts...

"Klein aber hui"

Michael arbeitet als Product Manager bei autoricardo.ch im Segment B2B. In seiner Freizeit bringt er seine Boliden gerne ans Limit. Beim Driften und organisieren von Motosport Events schaltet er vom Alltag ab, frei nach dem Motto „Quer erlebste mehr!“. Fahrzeuge: Nissan 300 ZX TwinTurbo (1991), Audi A8 V8 TDI (2011).


 

Bislang war ich alles andere als ein Peugeot-Fan, die Autos waren mir zu schwammig zu fahren und etwas überdesgined. Doch dieser 208 hat mich überrascht, nicht nur optisch sondern vorallem fahrtechnisch.

 

Ich hatte den Genuss, den GT im Luzerner Hinterland zu bewegen, auf hügeliger und kurviger Strecke. Die sehr direkte und dennoch angenehme Lenkung überraschten mich, und ich konnte dank dem gut abgestimmten Fahrwerk die Strasse und Kurvenlage perfekt spüren. Für ein Auto in dem Preis-Segment war ich fasziniert. Auch leistungstechnisch war genug da, ich hatte keine Mühe bergauf einen Traktor zügig zu überholen, was nicht immer so einfach ist.

 

Fazit: Klein, schmuck gemacht und nicht zu unterschätzen, für kleines Geld viel Spass und Design.

 

Galerie


Aktuelle Angebote

Assistent

minimieren