Versteigere dein Fahrzeug

 

Auktionen sind eine interessante Möglichkeit, um ein Fahrzeug relativ schnell zu verkaufen. Bei einer Auktion musst du dir einerseits nicht den Kopf darüber zerbrechen, was der richtige Preis für das Fahrzeug ist, und andererseits musst du dich auch nicht auf langwierige Preisverhandlungen einlassen.

 

 

Vier Grundregeln gilt es zu beachten um ein Fahrzeug erfolgreich zu versteigern:

  1. Attraktiver Startpreis
  2. Informative Beschreibung
  3. Aussagekräftige Fotos
  4. Schnelle und offene Kommunikation

1. Attraktiver Startpreis

Der Startpreis (oder das sogenannte Mindestgebot) ist der Preis, bei dem die Auktion startet. Jeder Interessent, der das Fahrzeug erwerben möchte, muss mindestens so viel bieten, wie das Mindestgebot beträgt.


Bei Auktionen ist es besonders sinnvoll, einen sehr tiefen und somit attraktiven Startpreis zu wählen (z.B. CHF 1.00). Dieser sorgt dafür, dass Ihr Angebot besonders auffällt und sich mehr Leute damit auseinandersetzen. Mehr Interessenten bedeuten nämlich auch mehr Gebote und führen im Endeffekt zu einem höheren Endpreis. Es klingt zwar widersprüchlich, aber die langjährige Erfahrung auf autoricardo.ch zeigt es deutlich: Je tiefer der Startpreis gewählt wird, desto höher ist am Schluss der erzielte Endpreis für das Fahrzeug.


„Riskiere ich mit einem tiefen Startpreis denn nicht, dass mein Fahrzeug am Schluss viel zu günstig verkauft wird?“

 

Diese Frage ist berechtigt, denn ein gewisses Risiko ist natürlich immer vorhanden. In den meisten Fällen sind diese Bedenken aber unbegründet. Auf autoricardo.ch findet sich so eine grosse Anzahl an potentiellen Interessenten und täglichen Besuchern, dass sich der Preis sehr schnell in marktgerechte Regionen entwickeln wird.

 

2. Informative Beschreibung

Anders als bei einer Kleinanzeige ist es bei Auktionen möglich (und durchaus üblich), dass Leute auf das Fahrzeug bieten, welches sie noch nie zuvor gesehen haben oder sie hatten noch nicht mal Kontakt mit dem Verkäufer. Daher ist es sehr wichtig, dass du eine möglichst ausführliche Fahrzeugbeschreibung erstellst. So ermöglichst du es auch Interessenten, welche dein Fahrzeug noch nicht gesehen haben, einen guten Eindruck davon zu bekommen.



In eine gute Beschreibung gehören sämtliche Informationen, die ein potentieller Käufer gerne wissen möchte:

  • Mechanischer Zustand
    Ist das Auto fahrtüchtig und eingelöst?
    Sind Mängel bekannt (z.B. Ölverluste oder Geräusche)?
    Funktionieren alle Ausstattungen des Fahrzeugs?

  • Unfallfreiheit
    Ist das Fahrzeug unfallfrei, nicht unfallfrei (bei kosmetischen Schäden wie Dellen und grösseren Kratzern) oder gilt es gar als Unfallwagen (bei erheblichen Beschädigungen)? Eine Übersicht der Definition von „unfallfrei“, findest du auf der Webseite des Schweizerischen Carsosserieverbands VSCI. Wenn das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt war, ist es hilfreich zu erwähnen, was genau repariert wurde und wie hoch die Kosten dafür waren. Hier lohnt es sich, etwas ausführlicher zu werden. Es macht einen deutlichen Unterschied für den Wert des Fahrzeugs, wenn es nur touchiert wurde oder wenn es in einem schweren Unfall verwickelt war.

  • Zustand von Karosserie und Lack
    Erwähne es deutlich, falls das Fahrzeug Dellen und Kratzer aufweist oder der Lackzustand nicht mehr einwandfrei ist. Hierbei darfst du auch Positives klar hervorheben wie zum beispiel, wenn das Fahrzeug kürzlich aufpoliert wurde.

  • Zustand des Interieurs
    Haben die Sitze Risse, Abnützungsspuren, Verfärbungen oder Flecken?
    Ist der Dachhimmel noch fest?
    Sind die Plastikoberflächen noch schön oder verkratzt oder ausgebleicht?
    Sitzen alle Verkleidungen fest?
    Ist das Fahrzeug sauber?
    Sind irgendwelche Gerüche in dem Auto vorhanden?
    Sind alle Fahrzeugteppiche vorhanden und in gutem Zustand?

  • Raucher- oder Nichtraucherfahrzeug
    Erwähne, wenn in dem Fahrzeug nie geraucht wurde, oder wenn es ein Raucherfahrzeug ist. Vor allem für Nichtraucher kann das ein ausschlaggebender Punkt sein.

  • Servicenachweise
    Liste die Wartungshistorie des Fahrzeugs (soweit bekannt) auf. Erwähne unbedingt auch grössere, nicht geplante Reparaturen. So zeigst du potentiellen Interessenten, dass das Fahrzeug regelmässig gewartet und gepflegt wurde. Vergiss nicht zu erwähnen, wie alt und in welchem Zustand die Sommer- und Winterreifen sind.

  • Spezielle Sonderausstattungen
    Wenn das Fahrzeug über Zusatzausstattungen verfügt, die nicht ab Werk inbegriffen waren, sollten diese unbedingt erwähnt werden (z.B. „Dachbox der Marke Thule“, „Anhängerkupplung“ oder „19“ Leichtmetallfelgen der Marke BBS mit Sommerreifen“, etc.). Bei Änderungen am Fahrzeug (Tieferlegung, Spurplatten, anderen Felgen/Rädern, etc.) solltest du unbedingt erwähnen, ob die Änderungen im Ausweis eingetragen und die Beiblätter vorhanden sind.

  • Persönliche Beweggründe
    Erwähne kurz, warum du das Fahrzeug verkaufst. Sei ehrlich und gib die wahren Gründe an.

  • Einladung zur Kontaktaufnahme und Besichtigung
    Gib am besten deine Telefonnummer an, um einen möglichen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Wenn du deine Telefonnummer nicht veröffentlichen willst, dann bitte die Bieter zur Kontaktaufnahme über die „Fragen & Antworten“-Funktion. Erwähne deutlich, dass das Fahrzeug unbedingt zuerst besichtigt und probegefahren werden sollte, um einen guten Eindruck davon zu erhalten.

  • Das Kleingedruckte
    Kläre unbedingt auch die rechtlichen Details. Schreibe, wo das Fahrzeug abgeholt werden muss. Wenn du möchtest, kannst du auch eine Frist setzen, bis wann das Fahrzeug spätestens abgeholt werden sollte (z.B. „Das Fahrzeug muss innert 3 Tagen nach Auktionsende in 6300 Zug abgeholt werden.“)
    Erwähne deutlich, dass eine Besichtigung und Probefahrt des Fahrzeugs ausdrücklich gewünscht wird und dass du als Privatperson keine Garantie auf das Fahrzeug geben kannst: „Das Fahrzeug wurde nach bestem Wissen und Gewissen beschrieben. Da es aber immer möglich ist, dass etwas vergessen gegangen oder mir schlicht nicht aufgefallen ist, wird eine persönliche Besichtigung und Probefahrt des Fahrzeugs ausdrücklich empfohlen. Das Fahrzeug wird daher „wie gesehen“ und ohne jegliche Garantie oder Gewährleistung verkauft“. Sollte das Fahrzeug noch unter Garantie stehen (Herstellergarantie oder Occasionsgarantie), dann erwähnen Sie das hier nochmals deutlich: z.B. „Volle Herstellergarantie bis 08.2019“ oder „3 Monate Quality1-Garantie auf Motor und Getriebe“.

3. Mach gute Bilder vom Fahrzeug

3. Aussagekräftige Fotos

autoricardo.ch bietet dir die Möglichkeit, bis zu zehn Bilder bei einem Angebot einzustellen. Diese Anzahl Bilder solltest du auch wirklich ausnützen. Stellen Sie je ein Bild von jeder Seite des Fahrzeugs ein (vorne, hinten, links, rechts). Auch solltest du mindestens zwei Bilder vom Interieur machen. Eines, auf dem das Armaturenbrett und die Vordersitze gut zu erkennen sind und eines von den Rücksitzen. Ein zusätzliches Bild des Kofferraums kann vor allem bei Kombis und SUVs relevant sein. Die restlichen beiden Bilder solltest du entweder für Detailaufnahmen von Mängeln (Kratzer, Dellen) oder Besonderheiten verwenden. Eventuell hast du auch noch Bilder des Fahrzeugs mit den Winterrädern und kannst davon ein Bild einstellen.

 

Um gute Bilder zu machen, muss man übrigens kein Profifotograf sein - es reicht bereits ein Smartphone aus. Du musst einfach nur eines beachten: Du  brauchst Licht! Fotografiere dein Fahrzeug nicht im Dunkeln oder in der Garage. Die Bildqualität wird ungenügend sein, und man wird nur wenig darauf erkennen können. Platziere das Fahrzeug auf einen Aussenplatz und fotografiere es bei Tageslicht, idealerweise bei Sonnenschein und in der Natur.


Schiess genügend Bilder von guter Qualität. Sollten sie keine gute Qualität aufweisen, dann fotografiere nochmals. Es lohnt sich auch das Fahrzeug zu waschen und besonders innen zu reinigen, bevor du es fotografierst. Ein sauberes Fahrzeug macht einen besseren Eindruck.

  

4. Schnelle und offene Kommunikation

Wenn du eine Frage von einem Bieter erhältst, versuche so schnell und so ehrlich wie möglich darauf zu antworten. Sei auch flexibel, was Besichtigungstermine angehen.


Auch wenn all diese Punkte einzuhalten einen gewissen Aufwand erfordern, so kann deine Auktion nur noch ein voller Erfolg werden. Weitere Informationen zu Rechte und Pflichten bei Auktionen finden Sie hier.

 

Alle diese Punkte einzuhalten, erfordert zwar einen gewissen Aufwand, aber so kann deine Auktion nur noch ein voller Erfolg werden.

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