Versteigern Sie Ihr Fahrzeug

 

Auktionen sind eine interessante Möglichkeit, um ein Fahrzeug innert kurzer Frist (Maximaldauer 10 Tage) zu verkaufen. Bei einer Auktion müssen Sie sich einerseits nicht den Kopf darüber zerbrechen, was der richtige Preis für das Fahrzeug ist, und andererseits müssen Sie sich auch nicht auf langwierige Preisverhandlungen einlassen. Idealerweise stellen Sie das Fahrzeug zu einem tiefen Startgebot ein (z.B. CHF 1.00), und lassen den Markt spielen. Die Interessenten werden sich gegenseitig überbieten, was meistens dazu führt, dass das Fahrzeug sehr nahe am realen Marktpreis verkauft wird. Damit alles aber wie gewünscht funktioniert, müssen Sie als Verkäufer die richtigen Voraussetzungen schaffen:

1. Wählen Sie einen attraktiven Startpreis

Der Startpreis (oder das sogenannte Mindestgebot) ist der Preis, bei dem die Auktion startet. Jeder Interessent, der das Fahrzeug erwerben möchte, muss mindestens so viel bieten, wie das Mindestgebot lautet. Wenn das Mindestgebot also CHF 500.00 beträgt, so muss der erste Interessent auch mindestens CHF 500.00 bieten. Entsprechend muss auch jedes weitere Gebot höher als das letzte Gebot ausfallen.

 

Bei Auktionen ist es besonders sinnvoll, einen sehr tiefen und somit attraktiven Startpreis zu wählen (z.B. CHF 1.00). Dieser sorgt dafür, dass Ihr Angebot besonders auffällt und sich mehr Leute damit auseinandersetzen. Mehr Interessenten bedeuten nämlich auch mehr Gebote und führen im Endeffekt zu einem höheren Endpreis. Es klingt zwar widersprüchlich, aber die langjährige Erfahrung auf autoricardo.ch zeigt es deutlich: Je tiefer der Startpreis gewählt wird, desto höher ist am Schluss der erzielte Endpreis für das Fahrzeug.

 

Fahrzeuge, die hingegen sehr nahe am erwarteten Marktpreis eingestellt werden, erhalten oft gar keine Gebote. Das Angebot ist dann meist einfach nicht attraktiv genug, um Interessenten oder Gebote anzuziehen. Bei einer Kleinanzeige ist es üblich, ein Fahrzeug etwas höher anzupreisen, um Spielraum für Preisverhandlungen zu lassen. Da es bei Auktionen keine Preisverhandlungen gibt, sollten Sie unbedingt darauf achten, keinen zu hohen Startpreis auszuwählen.

 

„Riskiere ich mit einem tiefen Startpreis denn nicht, dass mein Fahrzeug am Schluss viel zu günstig verkauft wird?“ Diese Frage ist berechtigt, denn ein gewisses Risiko ist natürlich immer vorhanden. In den meisten Fällen sind diese Bedenken aber unbegründet. Auf autoricardo.ch findet sich so eine grosse Anzahl an potentiellen Interessenten und täglichen Besuchern, dass sich der Preis sehr schnell in vernünftige Regionen entwickeln wird. Darüber hinaus besteht die Kundschaft von autoricardo.ch aus einem interessanten Mix an Händlern und Privatpersonen, die sich gegenseitig überbieten werden, um ein gutes Fahrzeug zu ersteigern. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass genügend Händler auf Ihr Fahrzeug bieten werden, solange der Preis unter dem Händlereinkaufspreis liegt. Sie können daher gelassen bleiben und davon ausgehen, dass Ihr Fahrzeug einen realistischen Marktpreis erzielen wird.

2. Beschreiben Sie das Fahrzeug so gut wie überhaupt möglich

Mit einem attraktiven Startpreis alleine ist es aber nicht getan. Um den maximalen Endpreis für Ihr Fahrzeug zu erzielen, sollten Sie das Fahrzeug so gut wie nur möglich beschreiben. Anders als bei einer Kleinanzeige ist es bei Auktionen möglich (und durchaus üblich), dass Leute auf das Fahrzeug bieten, die es noch nie gesehen haben oder noch nicht mal Kontakt mit Ihnen hatten.

 

Daher ist es sehr wichtig, dass Sie eine möglichst ausführliche Fahrzeugbeschreibung erstellen. So ermöglichen Sie es auch Interessenten, die das Fahrzeug nicht selber gesehen  haben, einen guten Eindruck davon zu bekommen. Je besser der Eindruck vom Fahrzeug, desto mehr werden die Interessenten bereit sein, dafür zu bezahlen.

 

In eine gute Beschreibung gehören sämtliche Informationen, die ein potentieller Käufer wissen möchte:

  • Mechanischer Zustand
    Ist das Auto fahrbar und eingelöst?
    Sind Mängel bekannt (z.B. Ölverluste oder Geräusche)?
    Funktionieren alle Ausstattungen des Fahrzeugs?

  • Unfallfreiheit
    Schreiben Sie, ob das Fahrzeug als unfallfrei, nicht unfallfrei (bei kosmetischen Schäden wie Dellen und grösseren Kratzern) oder als Unfallwagen gilt (bei erheblichen Beschädigungen). Eine Übersicht der Definition von „unfallfrei“, finden Sie auf der Webseite des Schweizerischen Carsosserieverbands VSCI. Wenn das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt war, ist es hilfreich zu erwähnen, was genau repariert wurde und wie hoch die Kosten dafür waren. Hier lohnt es sich, etwas ausführlicher zu werden, denn es macht einen deutlichen Unterschied für den Wert des Fahrzeugs, wenn es nur einen Parkrempler hatte oder an einem schwereren Unfall beteiligt war.

  • Zustand von Karosserie und Lack
    Erwähnen Sie deutlich, wenn das Fahrzeug Dellen und Kratzer aufweist oder der Lackzustand nicht mehr gut ist. Hier dürfen Sie auch Positives klar hervorheben, z.B. wenn das Fahrzeug kürzlich aufpoliert worden ist.

  • Zustand des Interieurs
    Haben die Sitze Risse, Abnützungsspuren, Verfärbungen oder Flecken?
    Ist der Dachhimmel noch fest?
    Sind die Plastikoberflächen noch schön oder verkratzt oder ausgebleicht?
    Sitzen alle Verkleidungen fest?
    Ist das Fahrzeug sauber?
    Sind irgendwelche Gerüche in dem Auto vorhanden?
    Sind alle Fahrzeugteppiche vorhanden und in gutem Zustand?

  • Raucher- oder Nichtraucherfahrzeug
    Schreiben Sie es deutlich hin, wenn Sie wissen, dass in dem Fahrzeug nie geraucht wurde, oder wenn es ein Raucherfahrzeug ist. Vor allem für Nichtraucher kann das ein kaufentscheidender Punkt sein.

  • Servicenachweise
    Listen Sie die Wartungshistorie des Fahrzeugs (soweit bekannt) auf. Erwähnen Sie unbedingt auch grössere unplanmässige Reparaturen. So zeigen Sie potentiellen Interessenten, dass das Fahrzeug regelmässig gewartet und gepflegt wurde. Dies ist auch ein guter Moment, um zu erwähnen, wie alt und in welchem Zustand die Sommer- und Winterreifen sind.

  • Spezielle Sonderausstattungen
    Wenn Ihr Fahrzeug über Zusatzausstattung verfügt, die nicht ab Werk inbegriffen war, sollten Sie das unbedingt erwähnen (z.B. „Dachbox der Marke Thule“, „Anhängerkupplung“ oder „19“ Leichtmetallfelgen der Marke BBS mit Sommerreifen“, etc.). Bei Änderungen am Fahrzeug (Tieferlegung, Spurplatten, anderen Felgen/Rädern, etc.) sollten Sie unbedingt erwähnen, ob die Änderungen im Ausweis eingetragen oder die Beiblätter vorhanden sind.

  • Persönliche Beweggründe
    Schreiben Sie auch kurz, warum Sie das Fahrzeug verkaufen. Viele potentielle Käufer sind oft etwas misstrauisch und denken, dass Verkäufer ihr Auto aufgrund von Problemen möglichst schnell loswerden wollen. Es kann hier schon helfen, dass einfach kurz zu schreiben, dass Sie das Auto beispielsweise verkaufen, weil Sie Nachwuchs bekommen und mehr Platz brauchen, oder dass Sie ein neues Auto gekauft haben und das alte nun nicht mehr benötigen. Seien Sie ehrlich und geben die wahren Gründe an.

  • Einladung zur Kontaktaufnahme und Besichtigung
    Geben Sie am besten Ihre Telefonnummer an, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Wenn Sie Ihre Telefonnummer nicht veröffentlichen wollen, dann bitten Sie die Bieter zur Kontaktaufnahme über die „Fragen & Antworten“ Funktion. Erwähnen Sie deutlich, dass das Fahrzeug unbedingt besichtigt und probegefahren werden kann, um einen guten Eindruck davon zu bekommen.

  • Das Kleingedruckte
    Klären Sie unbedingt auch die rechtlichen Details. Schreiben Sie, wo das Fahrzeug abgeholt werden muss. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine Frist setzen, bis wann das Fahrzeug spätestens abgeholt werden muss (z.B. „Das Fahrzeug muss innert 3 Tagen nach Auktionsende in 6300 Zug abgeholt werden.“)
    Erwähnen Sie deutlich, dass eine Besichtigung und Probefahrt des Fahrzeugs ausdrücklich gewünscht wird und dass Sie als Privatperson keine Garantie auf das Fahrzeug geben können: „Das Fahrzeug wurde nach bestem Wissen und Gewissen beschrieben. Da es aber immer möglich ist, dass etwas vergessen gegangen oder mir schlicht nicht aufgefallen ist, wird eine persönliche Besichtigung und Probefahrt des Fahrzeugs ausdrücklich empfohlen. Das Fahrzeug wird daher „wie gesehen“ und ohne jegliche Garantie oder Gewährleistung verkauft“. Sollte das Fahrzeug noch unter Garantie stehen (Herstellergarantie oder Occasionsgarantie), dann erwähnen Sie das hier nochmals deutlich: z.B. „Volle Herstellergarantie bis 08.2019“ oder „3 Monate Quality1-Garantie auf Motor und Getriebe“.

3. Machen Sie gute Bilder vom Fahrzeug

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Umso wichtiger ist es, dass Sie möglichst viele gute Bilder von Ihrem Fahrzeug einstellen.

Autoricardo.ch bietet Ihnen die Möglichkeit, bis zu zehn Bilder bei einem Angebot einzustellen. Diese Anzahl Bilder sollten Sie auch wirklich ausreizen. Stellen Sie je ein Bild von jeder Seite des Fahrzeugs ein (vorne, hinten, links, rechts). Auch sollten Sie mindestens zwei Bilder vom Interieur machen, sowie eines, auf dem das Armaturenbrett und die Vordersitze gut zu erkennen sind und eines von den Rücksitzen. Ein zusätzliches Bild des Kofferraums kann vor allem bei Kombis und SUV relevant sein. Die restlichen beiden Bilder sollten Sie entweder für Detailaufnahmen von Mängeln (Kratzer, Dellen) oder von Besonderheiten verwenden. Eventuell haben Sie auch noch Bilder des Fahrzeugs mit den Winterrädern und können davon ein Bild einstellen.

Um gute Bilder zu machen, muss man übrigens kein Profifotograf sein - es reicht bereits ein Smartphone aus. Sie müssen einfach nur eines beachten: Sie brauchen Licht! Fotografieren Sie Ihr Fahrzeug nicht im Dunkeln oder in der Garage, die Bildqualität wird ungenügend sein, und man wird nur wenig darauf erkennen können. Fahren Sie das Fahrzeug nach draussen und fotografieren Sie es bei Tageslicht, idealerweise bei Sonnenschein und in der Natur. Damit heben Sie sich schon von den meisten anderen Angeboten ab.

Machen Sie viele Bilder, und wenn Sie nicht gut geworden sind, dann machen Sie sie nochmals. Gute Fotos sind wirklich wichtig, weil wie bereits erwähnt, viele Bieter auf ein Fahrzeug bieten, ohne es jemals selber gesehen zu haben. Daher können gute Bilder sehr überzeugend wirken und zu einem höheren Endpreis führen.

Machen Sie sich auch die Mühe, das Fahrzeug zu waschen und innen zu reinigen, bevor Sie Fotos davon machen. Ein sauberes Fahrzeug macht einfach einen besseren Eindruck als ein schmutziges, in dem überall Abfälle herumliegen.

4. Reagieren Sie schnell auf Anfragen

Wenn Sie eine Frage von einem Bieter erhalten, versuchen Sie so schnell und so ehrlich wie möglich darauf zu antworten. Seien sie auch flexibel, was Besichtigungstermine angeht.

Alle diese Punkte einzuhalten, erfordert zwar einen gewissen Aufwand, aber so kann Ihre Auktion nur noch ein voller Erfolg werden.

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