Hyundai i30 N

Hyundai i30 N

Raphael ist asscociate Sales- & Accountmanager bei ricardo.ch. Nach der Arbeit fährt er gerne Töff und geniesst die Natur. Fahrzeug: Yamaha MT-03 (2006).

 

Auf der Suche nach den Grenzen

Das erste, was mich am Hyundai i30 N überrascht, sind die kurzen Schaltwege, die zusammen mit dem angenehm schwergängigen Kupplungspedal eine sehr sportliche Atmosphäre schaffen.  In den Kurven sorgt das selbstsperrende Differential für eine optimale Kraftverteilung und ermöglicht am Kurvenausgang einen raschen Einsatz der 275 PS. Mit dieser Power und Frontantrieb ist beim kräftigen Beschleunigen Konzentration gefragt. Allerdings bleibt auch bei hartem Bremsen das Auto wiederum stets stabil. Das Heck wird nie leicht oder nervös und die Bodenhaftung ist immer ausgezeichnet, auch im Schnee!

 

Auf öffentlicher Strasse

Hyundai bietet fünf verschiedene Fahrmodi an, von «Eco» über «Normal» bis hin zu «Sport» und «N», sowie einen anpassbaren Modus «N Custom». Alle beeinflussen Gasannahme, Dämpfung, Lenkkonsistenz und ESP. Bei den Versionen mit dem «Performance Pack» beeinflusst dies auch die Differenzialsperre und Sportauspuffanlage, welche nun Fehlzündungen von sich gibt, als ob man sich in einem WRC Rallye-Fahrzeug befinden würde! Gut zu wissen: Ein Knopf «rev» am Lenkrad gibt beim Herunterschalten ein wenig Zwischengas. Aber man muss ja nicht immer sportlich fahren: In den Modi «Eco» und «Normal» wird der i30N doch noch recht komfortabel, ideal für längere Reisen.

 

Klar erkennbar

Was im ersten Moment heraussticht, ist das Sportlenkrad mit den zwei grossen, hellblauen  Tasten für die Fahrmodi, ein grosser Schaltknauf und hervorragende Sportsitze. Die roten Einsätze an der Lippe der Frontschürze und am Heckdiffusor, Dachspoiler mit Dreieck-Bremslicht, Doppelauspuff und einige «N» Logos geben dem Auto einen sportlich-eleganten Look. Ach ja, es gibt ausserdem auch noch 19-Zoll Felgen und rot lackierte Bremssättel dazu.

 

 

Abschliessend?

Anders als es sein Äusseres uns gerne glauben lässt, ist der i30N überraschend vielseitig und nicht nur eine Sportmaschine. Er verleiht einem das Gefühl, an einer Stage der WRC Rallye zu fahren, kann aber auch in aller Ruhe über die Strassen rollen. Mit einem Startpreis von CHF 36‘990.-  stimmt zudem das Preis-Leistungsverhältnis. Entgegen allen  Erwartungen könnte ich mir nach dieser hoch spannenden und unterhaltsamen Testfahrt gut vorstellen, einen i30N anzuschaffen.

Hyundai i30N

David ist Praktikant bei autoricardo.ch. In seiner Freizeit spielt er Basketball und fährt Motorrad Touren. Er liebt sportliche Fahrzeuge und fährt privat einen BMW 320i (2003) sowie eine Yamaha YZF-R6 (2015).

 

Erster Eindruck

Mit der Marke Hyundai verband ich immer eher einen Familienwagen, als einen ernstzunehmenden Sportwagen. Deshalb war ich auch skeptisch, als ich den Hyundai i30 N Performance übernehmen durfte. Zwar erinnerte er mich vor durch seine Form und den Spoiler an einen Rallyewagen, doch die babyblaue Farbe hinterliess eher den Eindruck eines Spielzeugautos. Der Innenraum wirkt aber sehr übersichtlich und vor allem die Sportsitze gefallen mir. Vom Premium-Anspruch ist der i30 N Performance jedoch noch etwas weit weg – dafür hat er einen fairen Preis.

 

Die Fahrt

Beim Anlassen des Motors merke ich, wie falsch ich lag. Der Motorensound überzeugt mich restlos vom Sportwagenpotential des i30 N und zieht auch viele Blicke auf sich. Der Wagen liegt sehr gut und die Lenkung ist direkt. Durch die Schaltanzeige - wie in der Formel 1! - und die Zwischengas-Funktion beim Runterschalten fühlt man sich in eine Rallye Stage versetzt. Jetzt macht endlich auch die blaue Aussenfarbe Sinn. Einziges Manko: Durch das kleine Heckfenster ist die Sicht nach hinten etwas eingeschränkt. Aber: Die Konkurrenz ist ja noch vor mir. Also wieder aufs Gas und los!

 

Fazit

Der Hyundai i30 N Performance ist Fahrspass pur und ich würde ihn weiterempfehlen. Zwar hat er meiner Meinung noch nicht ganz zur Konkurrenz aufgeschlossen, für den sympathisch kleinen Preis erhält man jedoch viel Auto für sein Geld. Und wer weiss, wo sie in 40 Jahren stehen, wenn sie mal so viel Feinschliff betrieben haben wie GTI und Konsorten?

 

Hyundai i30 N

Manu ist seit 8 Jahren bei autoricardo.ch. In seiner Freizeit geniesst er das Familienleben, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d Touring (2007), BMW F 800 GS (2007).

 

Overkill?
Bei Hyundai bekommt man etwas fürs Geld: Sage und schreibe 1‘944 Settings für die Konfiguration von Fahrwerk, Lenkung und Motor sind möglich, aber doch etwas zu viel des Guten. So etwa 5 wären mehr als genug, und weniger ist heutzutage mehr. Aber es soll ja Freaks geben, die nie genug bekommen können J

 

USP: Sport
Die Entwickler (unter anderem ein früherer M3-Ingenieur) verstehen ihr Geschäft. Und sie haben noch einen draufgelegt: So einen schönen Fahrerlebnisschalter habe ich noch nie gesehen. Mitten im Lenkrad, farblich abgesetzt, immer erreichbar: Damit kann man auch immer das volle Potenzial des Autos ausschöpfen. Und mal ehrlich: Wenn‘s den N-Modus gibt, warum sollte der nicht immer genutzt werden? Naja, höchstens vielleicht wegen den Nachbarn.

 

Internes
Man hat vielleicht den Türen und allgemein dem Innenraum nicht so viel Zeit angedeihen lassen wie dem Fahrwerks-Setup oder der Auspuff-Klappensteuerung. Aber wieso auch, der Fokus der Entwicklung war klar: Ich will Spass, und mich von den normalen Varianten deutlich abheben. Und das tut der N. Ansonsten: alles da, was es braucht. Nur die Motoraufhängung ist etwas zu weich, was zu Ruckeln im Schiebebetrieb führt.

 

Preisliches

Unser i30 N hat erfrischenderweise nur 2 aufpreispflichtige Punkte auf der Preisliste: Die Farbe in Competition Blue (wie die WRC-Rallyeautos), und das N-Exclusive Pack, das Android Auto, Apple Car Play und das grosse Navi bringt. Natürlich ist das in einem Pressefahrzeug alles drin, der Preis bleibt überschaubar. Und: 5 Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung ist immer schon mit dabei. So kommt man auf knapp über CHF 42‘000.-, ein sehr faires Paket. Oder 22 Franken pro Konfigurations-Setting…

 


Das Fahrzeug wurde von der Korean Motor Company, Kontich, Dietlikon zur Verfügung gestellt, alle weiteren Kosten wurden von ricardo.ch übernommen.

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