Lexus LC 500

Das Alteisen – analoge Power aus 8 Zylindern


Manu ist seit 8 Jahren bei autoricardo.ch. In seiner Freizeit geniesst er die Familie, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d Touring (2008), BMW F 800 GS (2007).

 

Erster Eindruck
Hoppla – Gelb. Der erste Eindruck wird somit von der Farbe bestimmt statt vom Charakter des Fahrzeugs. Schade – die Pressebilder eines dunklen Wagens mit beigem Interieur haben sehr elegant ausgesehen. Nun denn, wir habe hier ja auch die Version Sport+ erhalten, da wollen wir nicht meckern… und die Bezeichnung Kanariengelb passt wie die Faust aufs Auge. Nur gehört sie für mich eher auf ein Renault Sport Derivat als einen Lexus für CHF 130'000.-.

 

Gentlemen, start your engines

Kaum drin und wegen des vereisten Areals den Snow-Modus eingeschaltet, wandert der Finger sogleich zum Start-Button. Und ja, es wird sofort klar: Hier prägt letztlich doch der Motor das Auto. Das schöne kurze Aufbrüllen des V8 mit knapp 5 Litern Hubraum ist also genauso, wie es sein muss. Lexus will hier einen Grand Tourer verkaufen, der in Ansätzen aber auch die sportlichen Ambitionen durchscheinen lässt.

 

On the road
Weitere Beispiele gefällig? Als da wären: Aktivlenkung, automatischer Heckspoiler, geschmiedete Alufelgen, Carbondach und eine Allradlenkung. Es wird also sehr viel Aufwand betrieben. Das Resultat muss aber immer eines sein: Emotionen und Excitement. Und das wird ganz einfach erreicht: Aus dem Stand einmal das Gaspedal ganz durchdrücken und Fenster öffnen, und spätestens bei Autobahngeschwindigkeit wurden 2mal die Gänge so reingeschnalzt und der Motor hat so gejubelt, dass sich das Grinsen ganz von alleine einstellt.

 

Und weiter?
Der LC 500 kann aber auch ganz gesittet. Weg vom Sport+-Modus mit dem Drehknopf rechts am Lenkrad ins Comfort-Setup, und schon ändert sich die Darstellung der Anzeigen. Mark Levinson sorgt für den Klangteppich, die Federung wird ganz umgänglich und der Motor schaltet sanft und früh hoch. Wenn jetzt noch die Aussenfarbe auf schwarz wechseln würde, wäre die Illusion komplett von Dr Jekyll und Mr Hyde. Oder Bruce Banner und the Hulk? Nein, das Auto ist ja gelb und nicht grün.

 

Little pieces of paper
Dann wäre da noch der Preis. Mir scheint er gerechtfertigt, da das Gesamtpaket stimmt und das Lastenheft des Ingenieursteams meines Erachtens vollauf erfüllt wurde. Klar, die Bedienung könnte logischer sein, Lexus muss da noch einiges aufholen zur Konkurrenz und zwei Drittel der Knöpfe loswerden. Aber man kann sich ja vielleicht für ein unschuldiges Weiss oder elegantes Schwarz entscheiden, und dann ist das Auto wirklich zwei in einem: Racer oder Gleiter, je nach Ziel und Zweck der Fahrt. So gesehen gehen dann auch die Anschaffungskosten in Ordnung.

 

Das Auto wurde von der Toyota Schweiz AG zur Verfügung gestellt. Alle anderen Kosten wurden von ricardo.ch oder dem Fahrer übernommen.

 

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