Mercedes-Benz E 43 AMG

Mercedes-Benz E 43 AMG T-Modell

Manu ist seit 7 Jahren bei autoricardo.ch. In seiner Freizeit geniesst er die Familie, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d Touring (2008), BMW F 800 GS (2007).

 

Ein AMG – man hörts
Bei der Schlüsselübergabe ist der Mercedes Mitarbeiter so nett und startet schon mal den Motor. Nicht ganz zufällig, wie mir scheint: Schon bellt mir der doppelt aufgeladene 6-Zylinder-Motor entgegen. Na gut, die Erwartungen sind schon mal geweckt J - beim Beschleunigen klingt er sogar noch besser, doch dazu später mehr.

 

Ein neuer Mercedes – man siehts
Man wird beim Einsteigen fast geblendet von der Lichtshow in der neuen E-Klasse. Das Panorama-Bildschirmkino der S-Klasse wurde gezielt übernommen und sorgt nun auch in der mittleren Baureihe für Staunen. Aber sowas muss man heute bieten, sonst verliert man Kunden – und schliesslich haben die hierfür auch einen 6-stelligen Betrag hingeblättert oder überweisen jeden Monat einen solchen mit 4 Stellen nach Schlieren.

 

Grosses Kino
Innen kann man sich gar nicht richtig satt sehen an all den leuchtenden Schirmen und den verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten. Scheinbar sind sie in Stuttgart aufgewacht von einem bestimmten kalifornischen Elektroauto-Hersteller und wollen sich nicht mehr länger die Butter vom Brot nehmen lassen. Nun, in Sachen reiner Screen-Fläche klappt das schon mal – die reinen Elektroautos folgen dann über- oder nächstes Jahr unter dem eigenen Sub-Brand „EQ“.

 

Highlights
Der Motor brüllt so richtig schön beim ausdrehen. Folgerichtig müsste man einen Tag auf die Rennstrecke, um ihn mal so richtig jubeln zu lassen. Dort würden sich dann auch die ganzen Mühen beim Fahrwerks-Setup herauskristallisieren. Man spürt, er liegt sehr satt auf der Strasse, kann aber auch komfortabel. Was man dort aber auch spüren würde: Einige Zentner mehr als erwartet. Dafür hat er Allradantrieb und bringt so die Leistung aber auch im Winter jederzeit sicher auf die Strasse.

 

Downsights
Der Innenraum erscheint nicht gerade eng, das nicht… aber eigentlich habe ich mir vom Lademeister der deutschen Automobilbaukunst etwas mehr Luft erwartet. Vielleicht liegt das aber auch am ausladend und dafür wunderschön gestalteten Armaturenbrett. Neben Volvo macht Mercedes hier meiner Meinung nach momentan den besten Job aller Hersteller. Doch warum müssen die Gurte rot sein? Das beisst sich und ist mir etwas zu auffällig. Ebenso wie das discomässige Ambientelicht. Der 4-Jährigen allerdings gefällt es :-D – ach ja, und natürlich der Preis für all die bunte Glitzerwelt: über CHF 130‘000.-.

 

Was noch?
Es ist halt verlockend, all die Bildschirm-Menues zu durchforsten, ein Ambiente Licht da zu ändern und eine Massage dort zu aktivieren. All dies ist aber stark ablenkend, und wenn es auch modern aussieht, so hat es noch immer zu viele Knöpfe im Mercedes. Andere Hersteller unternehmen schon wieder grosse Anstrengungen, davon wegzukommen, was mir richtig und wichtig erscheint. Davon abgesehen ist der E 43 AMG ein sehr gelungenes und faszinierendes Automobil.

 

Das Fahrzeug wurde von Mercedes-Benz Schweiz AG zur Verfügung gestellt, alle weiteren Kosten wurden von ricardo.ch oder dem Fahrer übernommen.

Galerie Mercedes-Benz E 43 AMG


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