Range Rover Velar

Range Rover Velar Fahrbericht

Range Rover Velar

Manu ist seit 7 Jahren bei autoricardo.ch. In seiner Freizeit geniesst er die Familie, fährt gerne Motorrad oder führt seinen Oldtimer aus. Fahrzeuge: Seat 850 C Especial (1971), BMW 525d Touring (2008), BMW F 800 GS (2007).

 

Neuer Rekord – im Preis

Man muss es sagen – wenn ein Auto eine Achtelmillion kostet, ist das meiner Meinung nach schon eine Erwähnung wert. Allerdings macht sich Land Rover die Begehrlichkeiten bei der Einführung eines neuen Modells auch clever zu Nutze und schiebt die luxuriöseste Variante voraus.

 

100% Wohlfühlambiente

First Edition ist immer etwas ganz besonderes, und so vermag auch hier die Lounge-Atmosphäre bereits beim Einsteigen zu überzeugen. Alle Details sind bis zuhinterst in jeden Winkel durchdacht und verleihen dem Wagen so eine besondere Aura -  und wo der Discovery ((VERLINKEN)) noch seine robuste Herkunft durchscheinen liess, kann der Velar als Neukreation aus dem Vollen schöpfen.  Wer sich in diesem Auto nicht wohl fühlt, sollte besser zu Hause bleiben.

 

Bedienkonzept à la Marty McFly

Was als Erstes auffällt, ist der doppelte Flachbildschirm. So etwas ist einfach nur schön anzuschauen und –fassen und birgt auch eine Gefahr: Hat man das einmal gesehen, will man irgendwie nicht mehr zurück… das macht‘s natürlich etwas schwieriger, nach einer Probefahrt wieder ins eigene Auto zu steigen.

 

Donwsights

Anschaffungskosten. Der Preis. Geld.

 

Highlights

Was man fühlt, sich aber nur schwer benennen lässt, woran es im Einzelnen genau liegt: Das Auto ist komfortabler, als man es von einem SUV mit 22 Zoll-Rädern erwarten könnte. Sogar mehr, als das Gros der bisher getesteten Autos. „Better than all the rest“, hat Tina Turner mal gesungen, und fast scheint es so, als hätte sie sich visionär auf den Velar bezogen. Aber ist einfach das Teuerste am Besten? Gerade dieser Meinung bin ich nicht. Allerdings könnte man es umdrehen: Wenn es schon das teuerste getestete Auto ist, so bekommt man wenigstens auch etwas fürs Geld: Man steigt entspannter aus als ein – und das ist etwas, was man sonst nur schwer erkaufen, geschweige denn immer mit sich mitführen kann.

Range Rover Velar Fahrbericht Mario

Mario ist Category Manager bei autoricardo.ch. Seit frühester Kindheit sind Autos seine Leidenschaft. Seiner Ansicht nach, kann ein Auto eigentlich gar nicht genug Leistung haben. Entsprechend fährt er privat Nissan GT-R (2009) und Mercedes SL 55 AMG (2002).

 


Kurvenwilliger Wattebausch

Man mag es kaum glauben, aber wir testen schon wieder einen SUV. So langsam sollten wir uns überlegen, den Namen von autoricardo zu SUVricardo zu ändern. Andererseits dürften SUV auch stark mitverantwortlich dafür sein, dass mittlerweile die Hälfte aller Neuwagen in der Schweiz über Allradantrieb verfügt.

 

Sportlicher Allradantrieb, sehr komfortabler Rest

Allradantrieb hat selbstverständlich auch der Range Rover Velar und dann noch einen mit Torque Vectoring! Es erstaunt immer wieder, wie agil dieser 2.3-Tonnen-Marshmallow dadurch in Kurven einlenkt. Denn auch mit dem 300PS-Diesel fühlt sich sich der Velar eigentlich nie wirklich sportlich an, dafür ist das Fahrwerk viel zu weich und zu komfortabel. Der Motor beschleunigt das Auto zwar souverän aber es ist doch eher dessen kultivierter Lauf gepaart mit der seidenweichen Achtgangautomatik, die perfekt mit dem Charakter des Velar harmoniert. Das Luftfahrwerk lässt sich zwar in der Höhe verstellen und in verschiedene Fahrmodi schalten, hinter dem Lenkrad ändert sich dadurch aber nicht besonders viel. Das Fahrzeug bleibt in jeder Einstellung so komfortabel, als wäre man in einem Wattebausch unterwegs.

 

Schönheit geht vor Ergonomie

Das Gefühl eines Wattebausches setzt sich auch im Interieur fort. Alle Oberflächen sind entweder in feinem weissem Leder eingekleidet oder mit Klavierlack versehen. Der Velar ist zwar auch von aussen durchaus attraktiv aber das Interieur ist das wahre pièce de résistance dieses Autos. Dass die Innenraumgestaltung bei der Entwicklung absolute Priorität gehabt haben muss, merkt man auch daran, dass sich die Funktion stellenweise der Form unterordnen muss. So kann man zum Beispiel die Temperatur der Klimaanlage nur regeln, wenn man im richtigen Menü ist, da die Drehregler dafür Kontext-sensitiv sind und je nach menü andere Funktionen zugewiesen haben. Ebenfalls etwas ernüchternd ist die “Meridian” Audio-Anlage. Deren bassarme Wiedergabe wird dem Ruf der englischen High-End Schmiede keinesfalls gerecht.

 

Luxus hat seinen Preis

Obwohl ich mit SUV nicht besonders viel anfangen kann, hat mir der Range Rover Velar wirklich gefallen. Das kann aber auch daran liegen, dass wir die vollausgestattete First Edition getestet haben, die fast zweimal so viel kostet wie ein Velar in der Basisversion. Oh my!


Das Fahrzeug wurde von JAGUAR Land Rover Schweiz AG zur Verfügung gestellt, alle weiteren Kosten von ricardo.ch übernommen.

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